BetaCodex-Grundlagen

OpenSpace Beta

Wie aus einem Alpha- ein Beta-Unternehmen wird – in 90 Tagen.

Peter Pröll2 Min. Lesezeit

OpenSpace Beta wurde von Niels Pfläging und Silke Hermann auf Basis der Arbeiten von Harrison Owen und Daniel Mezick entwickelt. OpenSpace Beta ist eine Sozialtechnologie, um ein Alpha-Unternehmen in ein Beta-Unternehmen zu verwandeln. Transformation ist dafür ein sehr hochgegriffenes Wort. Im Kern geht es nämlich nur um eine ganz simple Sache: miteinander füreinander leisten. Das ist etwas, was sich eigentlich jede Person wünscht, mit der ich spreche. Nicht nur die Mitarbeitenden in Alpha-Unternehmen – nein, auch Führungskräfte und insbesondere Personen in Geschäftsführungsrollen.

Mehr dazu, wie Transformationen gut gelingen, lesen Sie in Zehn Erfolgskriterien für die Unternehmenstransformation.

Im Prinzip ist der Weg von Alpha nach Beta sehr einfach: Es bedarf der Entscheidung auf Ebene der Geschäftsführung, zukünftig miteinander füreinander leisten zu wollen. Das war es dann auch schon. Hätten Sie gedacht, dass es so simpel ist? Und ich meine das wirklich ernst. So ist es auch kein Weg und erst recht keine Reise. Transformation in einem Wimpernschlag.

Ist diese Entscheidung getroffen, ist alles Weitere nur logische Konsequenz, die wir – ganz im Sinne unserer Entscheidung – miteinander füreinander angehen.

Miteinander bedeutet, dass alle im Unternehmen die Konsequenz ausformulieren und gestalten. Dazu gibt es verschiedene Wege, wie man die notwendige soziale Dichte herstellt und Strukturen entwickelt, die für das Unternehmen passend sind. Als außerordentlich effektiv hat sich die Verwendung von OpenSpace-Technologie herausgestellt. Sie erzeugt – richtig facilitiert – nahezu augenblicklich die nötige soziale Dichte. Als dezentrales Großgruppenformat, welches auf Selbstorganisation setzt, bringt es auch alle anderen Eigenschaften mit, um in kürzester Zeit (ein bis zwei Tagen) handfeste, dokumentierte Resultate zu liefern.

OpenSpace Beta nutzt dies, um eine Timebox zu definieren, die jeweils mit einem OpenSpace eröffnet und am Ende mit einem weiteren OpenSpace beendet wird. Die Timebox ist so gestaltet, dass nachhaltige und grundlegende Arbeiten angegangen und umgesetzt werden können. Dazu gehört insbesondere eine Organisationshygiene, um Ballast (z.B. Businesstheater, überflüssige Meetings …) loszuwerden. Die frei werdende Energie fließt nun in die weiteren Aufgaben, die ohne Unterbrechung des Tagesgeschäfts umgesetzt werden: das gemeinsame Designen und Ausbauen der Zellstruktur, die dezentrale Autorisierung und das Einüben.

OpenSpace Beta schlägt eine Timebox von 90 Tagen vor. Da miteinander füreinander geleistet wird, steht die Timebox nicht im Zusammenhang mit der Unternehmensgröße. Sie gilt für kleine Unternehmen genauso wie für große Organisationen.

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